Geokunststoffe: Produkte, Lösungen und ihre Anwendungen
Date: September 10, 2026
Geokunststoffe sind eine der revolutionärsten Produktgruppen im Bauwesen. Sie bieten leistungsstarke, kosteneffiziente und nachhaltige Lösungen für Probleme, die in den Bereichen Geotechnik, Geo-Umwelt, Wasserbau und Verkehrswesen auftreten. Dieser Tensar-Leitfaden bietet eine umfassende Einführung in Geokunststoffe, einschließlich ihrer verschiedenen Arten und Anwendungen, ihrer Vorteile und einiger praktischer, realer Beispiele für Geokunststoffe im Einsatz. Mit geosynthetischen Bewehrungen, insbesondere Geokunststoffe im Straßenbau, lassen sich Infrastrukturbauten wirtschaftlicher, nachhaltiger und widerstandsfähiger errichten als mit anderen, herkömmlichen Lösungen.
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Was sind Geokunststoffe?
Die Arten von Geokunststoffen
Woraus werden Geokunststoffe hergestellt?
Die Funktionen von Geokunststoffen
Die Rolle von Geokunststoffen als Trennschicht
Geokunststoff-Anwendungen
Die Vorteile von Geokunststoffen in der Geotechnik
Tensar Fallstudie: Effiziente Windparkinfrastruktur auf gering tragfähigem Baugrund (Windpark Hinte-Osterhusen)
Tensar Fallstudie: Tragschichtstabilisierung für Zufahrtswege und Kranstellflächen im Windpark Neuenkirchen
Tensar macht den Unterschied
Tensar bietet zuverlässige, leistungsstarke Geokunststofflösungen mit Schwerpunkt auf Geogittern an, damit Sie Ihr Projekt erfolgreich durchführen können. Erfahren Sie mehr über Tensar Geogitter - Lösungen oder setzen Sie sich mit unserem Planungsteam für eine kostenlose Beratung in Verbindung und erfahren Sie, wie Sie Ihr Projekt mithilfe von Tensar wirksam aufwerten können.
Was sind Geokunststoffe?
Geokunststoffe sind Produkte aus Polymerwerkstoffen, die bei der Lösung geotechnischer Probleme in Bauprojekten Anwendung finden. Es kann sich um flächige, streifenförmige oder dreidimensionale Strukturen handeln. Die verschiedenen Arten von Geokunststoffen sind so konzipiert, dass sie unterschiedliche Funktionen erfüllen. Dazu gehören Stabilisierung, Bewehrung, Trennung, Filtration, Entwässerung, Erosionsschutz oder Rückhaltung von Flüssigkeiten. Einige Produkte können mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen.

Die Arten von Geokunststoffen
Es gibt neun verschiedene Arten von Geokunststoffen, die sich in der Art und Weise unterscheiden, wie sie entwickelt und hergestellt werden, und wofür sie verwendet werden. Die Kategorien von Geokunststoffen sind:
Geogitter
Geotextilien
Geozellen
Geonetze
Kunststoffdichtungsbahn (Geomembranen)
Geoverbundstoffe
Geosynthetische Ton-Dichtungsbahnen
Georohre (Geopipes)
Geofoam
Erfahren Sie hier, was diese Arten von Geokunststoffen sind und was sie leisten können.
1. Geogitter
Geogitter bestehen aus einem gleichmäßigen offenen Netzwerk von fest miteinander verbundenen, zugfesten Elementen (Rippen); diese Verbindungen können durch Extrusion, Verklebung oder Verflechtung hergestellt werden. Die Öffnungen zwischen den Rippen sind größer als die Rippen selbst. Diese bestehen aus polymeren Werkstoffen wie Polyethylen hoher Dichte (HDPE), Polypropylen oder anderen hochbeständigen Polymeren. Bei der Herstellung kann das Polymermaterial gestreckt werden, um die Molekularstruktur auszurichten und die Festigkeit und Steifigkeit der Rippen zu erhöhen. Die steifen Rippen und starken Knoten eines Geogitters ermöglichen ein hohes Maß an Interaktion zwischen dem Geogitter und dem umgebenden Boden. Bodenpartikel können teilweise in die Öffnungen eindringen und werden in diesen eingeschlossen oder von den Rippen zurückgehalten. Geogitter sind ideal geeignet für die Stabilisierung oder Bewehrung von Böden, z.B. beim Bauen auf gering tragfähigem Untergrund, beim Unterbau von Straßen und bei Stützkonstruktionen - sie gehören daher zu den am häufigsten verwendeten Geokunststoffen.
Tensar stellt vier Arten von Geogittern her: uniaxiale Geogitter, multiaxiale Geogitter (TriAx®), die komplexeren Tensar InterAx® Geogitter und das Tensar® TriAx® (TX-GD) Geogitter mit Vlies.
Besuchen Sie die Seite Geogitter von Tensar und erfahren Sie mehr über diese Produkte.
2. Geotextilien
Geotextilien sind die größte Gruppe von Geokunststoffen, sie waren auch eine der ersten Arten, die entwickelt wurden. Es handelt sich um wasserdurchlässige Stoffe, die aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Polypropylen bestehen und entweder als Gewebe, Vliesstoffe, oder gestrickte Textilien hergestellt werden können. Die Vliesstoffe werden aus gerichteten oder zufällig orientierten Fasern oder Filamenten hergestellt, die mechanisch oder thermisch/chemisch miteinander verbunden sind. Sie können in Festigkeit und Gewicht variieren, von leichten Filtervliesstoffen bis zu hochfesten Bewehrungsprodukten. In Verbindung mit dem Boden kann diese Kategorie von Geokunststoffen eine Vielzahl von Funktionen erfüllen, wie z. B. Trennung, Filtration, Entwässerung, Schutz und Bewehrung. Diese Produkte werden vorwiegend als Trennschicht im Straßenbau und bei Entwässerungsanwendungen eingesetzt.
3. Geozellen
Geozellen sind dreidimensionale Geobaustoffe, die aus ultraschallverschweißten Polyethylen-Waben oder Geotextilstreifen bestehen, die sich beim Verlegen zu einer wabenartigen Struktur ausdehnen, die mit Erde, Sand oder Kies gefüllt wird. Die zellenartige Struktur schließt das Füllmaterial ein und minimiert dessen laterale Bewegung, so dass eine stabilisierte Schicht entsteht. Die dreidimensionale Wabenstruktur besitzt zusätzliche Vorteile als Gründungselement, indem sie eine besser Lastverteilung und erhöhte Stabilität bietet. Geozellen (Gründungssysteme mit Geogittern) sind multifunktional einsetzbar, unter anderem zum Schutz vor Bodenerosion und zur Stabilisierung. TensarTech® Stratum® ist ein gutes Beispiel für ein Geozellensystem, das ein bewährtes Gründungselement für flache Fundamente darstellt. Die Vorteile einer dreidimensionalen Wabenstruktur als Gründungselement bietet weitere Informationen.
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4. Geonetze
Geonetze bestehen aus extrudierten, parallel angeordneten Polymersträngen, die in zwei Lagen eine rautenförmige Netzstruktur bilden. Sie werden oft mit Geotextilien laminiert, um einen Dränageverbundstoff herzustellen.
5. Kunststoffdichtungsbahn (Geomembranen)
Eine Geomembran ist eine undurchlässige (oder gering durchlässige) synthetische Membran. Sie wird in der Regel als Barriere für Flüssigkeiten oder Gase verwendet, um die Bewegung von Flüssigkeiten zu steuern und bei geotechnischen Bauprojekten eine Einkapselung zu erreichen. Wegen ihrer Chemikalienbeständigkeit können Geomembranen auch als Barrieren gegenüber gefährlichen Schadstoffen verwendet werden. Ansonsten werden sie in der Regel zur Abdichtung von Mülldeponien, im Bergbau oder in der Landwirtschaft eingesetzt.
6. Geoverbundstoffe
Geoverbundstoffe kombinieren zwei oder mehr der oben genannten Geokunststofftypen. Durch die Kombination der Eigenschaften der einzelnen Geokunststoffe entsteht ein Produkt mit mehr Vorteilen als jeder einzelne Produkttyp, was besonders bei Trennen und Filtern und Barriereanwendungen sowie in manchen Situationen im Straßenbau nützlich ist. Tensar kombiniert zum Beispiel Stabilisierungsgeogitter mit Trenn- und Filtergeotextilien für den Einsatz bei Straßen- und Schienenfundamenten, bei denen die Migration von Feinstoffen ein Problem darstellen kann. Die Produktseite Tensar® TriAx® (TX-GD) Geogitter mit Vlies beschreibt einen solchen Geoverbundstoff.
7. Geosynthetische Tondichtungsbahnen
Geosynthetische Tondichtungsbahnen (Bentonitmatten) sind mineralische Dichtungselemente, die aus zwei Schichten Geotextil bestehen. Zwischen diesen Schichten wird Bentonit, ein Tonmineral mit hoher Quellfähigkeit, eingebettet.
8. Georohre (Geopipes)
Georohre sind gelochte oder vollwandige Kunststoffrohre, die speziell für den Einsatz im Tiefbau und in der Geotechnik entwickelt wurden. Sie dienen primär der schnellen und kontrollierten Ableitung von Grund-, Sicker- oder Oberflächenwasser. Durch ihre hohe mechanische Belastbarkeit und Beständigkeit gegen chemische Einflüsse im Boden unterstützen sie effektiv Entwässerungssysteme im Straßen-, Tunnel- und Deponiebau und verhindern langanhaltende Feuchtigkeitsschäden an Tragkonstruktionen.
9. Geofoam
Geofoam bezeichnet Blöcke aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder ähnlichen Schaumstoffen, die als ultraleichter Baustoff im Erdbau verwendet werden. Durch das extrem geringe Eigengewicht minimiert Geofoam die vertikalen und horizontalen Lasten auf darunter liegende, setzungsempfindliche Böden oder Bauwerke wie Stützmauern und Brückenwiderlager. Es bietet eine innovative Methode, um stabile Dämme über weichem Untergrund zu errichten, ohne aufwendige Bodenaustausche oder tiefe Pfahlgründungen vornehmen zu müssen.

Woraus bestehen Geokunststoffe?
Geokunststoffe können aus verschiedenen Polymertypen bestehen, zu den am häufigsten verwendeten gehören jedoch Polyethylen hoher Dichte (HDPE), Polypropylen (PP) und Polyester (PET). Diese Polymere sind sehr widerstandsfähig gegen biologischen und chemischen Abbau. Die Hersteller fügen der Polymermischung Additive oder Modifikatoren zu, die ihr wünschenswerte Eigenschaften wie Witterungs- und UV-Beständigkeit verleihen. Um moderne Umweltkriterien zu erfüllen, gewinnen auch recycelte Geokunststoffe zunehmend an Bedeutung im Sinne der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Andere Polymere, wie Aramide oder Polyvinylalkohol (PVA), werden für hochspezialisierte Anwendungen verwendet, die eine sehr hohe Festigkeit erfordern.
Die Funktionen von Geokunststoffen
Geokunststoffe erfüllen Hauptfunktionen in Bezug auf Erdstoffe wie Böden und Felsen (daher die Vorsilbe "Geo"); diese reichen von der Stabilisierung von Böden bis hin zur Zurückhaltung von Flüssigkeiten. Einige Produkte sind so konzipiert, dass sie mehr als eine Funktion erfüllen, was dazu beiträgt, Zeit und Geld zu sparen, indem die Anzahl der benötigten Produkte reduziert wird. Hier ein Überblick über die einzelnen geosynthetischen Funktionen und was sie bieten.
Stabilisieren
Die Stabilisierung von mineralischen Böden mit Geokunstoffen geschieht in der Regel durch einen Verriegelungsmechanismus. Bei Geogittern beispielsweise ermöglichen die Öffnungen zwischen den Rippen, dass der Tragschichtbaustoff sich verzahnt, wodurch das Material (z.B. Kies oder Schotter) eingeschlossen wird. Vorausgesetzt, das Geogitter hat hochfeste Knoten und Rippen mit hoher Festigkeit bei geringer Dehnung, kann die Bewegung der einzelnen Partikel minimiert werden, was das mechanische Verhalten der Tragschicht verbessert. Daher werden Geogitter häufig beim Bau von Straßen und ähnlichen Verkehrsflächen eingesetzt, wo sie im Geokunststoffe Straßenbau für die notwendige Stabilität unter schweren Lasten sorgen.
Bewehren
Geosynthetische Bewehrung wird durch die hohe Dehnsteifigkeit und Festigkeit bestimmter Arten von Geogittern und einiger Geotextilien erreicht. Dank dieser Eigenschaften verbessern solche Geokunststoffe die mechanischen Eigenschaften eines Bodens, so dass er höhere Festigkeit und Verformungswiderstand bietet. Durch den Einsatz von Geokunststoffen mit Bewehrungsfunktion können Dämme auf weichem Untergrund gebaut und Erdböschungen mit steileren Neigungswinkeln geschaffen werden.
Trennen
Um als Trennschicht zu funktionieren, muss der Geokunststoff verhindern, dass sich Böden mit unterschiedlichen Korngrößenverteilungen vermischen und die strukturelle Integrität dadurch beeinträchtigen. Geotextile Trennlagen werden routinemäßig im Straßen- und Gleisbau verwendet, einzeln oder in Kombination mit einem Geogitter in Form eines Geoverbundstoffs. Ein Geogitter kann verhindern, dass teures Tragschichtmaterial in einen weichen Untergrund eindringt.
Dränage
Die Dränagefunktion von Geokunststoffen ermöglicht das Sammeln von Grundwasser oder anderen Flüssigkeiten und deren Ableiten durch weniger durchlässige Böden. Dränage-Geokunststoffe können zum Abbau von Porenwasserdruck unter Dämmen, zum Abfangen von Grundwasser in Böschungen oder hinter Bauwerken und zur Randentwässerung von Straßenbelägen eingesetzt werden.
Erosionsschutz
Unter Erosionsschutz versteht man die Begrenzung von Schäden an Böden, die durch Wind oder Wasser verursacht werden. Ist die oberste Bodenschicht erst einmal erodiert, dauert es lange, bis sich neuer Bewuchs etabliert. Hier kommen Geokunststoffe zum Erosionsschutz ins Spiel, um der Natur unter die Arme zu greifen.
Filtern
Bodenpartikel, insbesondere Feinkorn, können durch Wasser transportiert werden, das durch den Boden fließt. Filter-Geokunststoffe, in der Regel Geotextilien, sind so konzipiert, dass sie Bodenpartikel zurückhalten, während das Wasser ungehindert durch den Filter hindurchfließen kann. Die Filterwirkung ist daher am effektivsten, wenn das Wasser immer in derselben Richtung fließt.
Abdichten/Barriere
Geokunststoffe können als relativ undurchlässige Barriere für den Einschluss von Flüssigkeiten oder Gase verwendet werden. Es gibt verschiedene Formen von geosynthetischen Barrieren. Geomembranen, die aus Polyethylen, Polyvinylchlorid (PVC) oder Gummi hergestellt werden, bieten eine hohe Dichtigkeit.
Schützen
Geokunststoffe können eine Schutzfunktion gegen mechanische Beschädigungen erfüllen. Geotextilvliesstoffe können zum Schutz von Dichtungsbahnen vor Durchstichschäden beim Einbringen von Deckschichten eingesetzt werden.
Die Rolle von Geokunststoffen als Trennschicht
Was ist eine Trennschicht?
Das Grundkonzept von Geokunststoffen als Trennschicht basiert darauf, die Vermischung von unterschiedlichen Bodenschichten dauerhaft zu verhindern. Wenn feinkörniger Untergrund unter Belastung in die grobkörnige Tragschicht migriert, verliert die gesamte Konstruktion an Stabilität. Eine effektive geosynthetische Trennschicht verhindert diese Materialwanderung zuverlässig. Dies erhöht die langfristige Tragfähigkeit und gewährleistet die strukturelle Integrität der Fundamentschichten, was insbesondere im anspruchsvollen Straßen- und Eisenbahnbau weit verbreitet ist, um den Belastungen durch extrem schwere Lasten standzuhalten.

Wie Trennschichten funktionieren
Geokunststoffe zur Trennung – wie die von Tensar angebotenen Systeme – werden in der Regel direkt an der Schnittstelle zwischen dem weichen Untergrund und dem ungebundenen Tragschichtmaterial platziert. Sie wirken wie eine physikalische Barriere, die gleichzeitig hochgradig wasserdurchlässig bleibt. Dadurch wird die Entwässerung gefördert, da Porenwasser ungehindert abfließen kann, während die Bodenpartikel an ihrem Platz gehalten werden. Dies verhindert den gefürchteten "Pump-Effekt", bei dem Feinstoffe durch dynamische Verkehrsbelastungen nach oben in den Straßenoberbau gedrückt werden.
Vorteile von geosynthetischen Trennschichten
Der Einsatz von Geokunststoffen als Trennlage bietet erhebliche wirtschaftliche und technische Vorteile. Während herkömmliche Geogitter primär der Stabilisierung dienen, bietet Tensar mit dem Tensar® TriAx® (TX-GD) Geogitter mit Vlies eine hochentwickelte Kombination: Dieses Produkt vereint drei essenzielle Funktionen in einer einzigen Systemlösung. Es bietet die überragende mechanische Stabilisierung eines TriAx® Geogitters, kombiniert mit den exzellenten Trenn- und Filterfähigkeiten eines integrierten Schutzvlieses. Projekte im Straßenbau profitieren hierdurch von drastisch reduzierten Einbauzeiten und maximaler Betriebssicherheit bei minimiertem Materialeinsatz.
Anwendungen von Geokunststoffen
Geokunststoffe können in einer Vielzahl von geotechnischen Anwendungen eingesetzt werden. Nicht zu verwechseln mit den oben beschriebenen Funktionen, sind Anwendungen von Geokunststoffen diejenigen Situationen, in denen sie zur Lösung spezifischer geotechnischer Probleme oder Herausforderungen in der Baupraxis eingesetzt werden können.
Geokunststoffe im Straßenunter- und -oberbau und in anderen Verkehrsflächen
Geokunststoffe werden häufig in Bereichen wie Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen u.a. eingesetzt. Bei Straßen sowie Start- und Landebahnen dienen sie in erster Linie der Stabilisierung und Trennung von ungebundenen Schichten. Sie können aber auch eingesetzt werden, um Probleme mit dem Untergrund zu beheben oder um eine seitliche Entwässerung zu ermöglichen. Geogitter werden seit den 1970er Jahren als Bauhilfsstoff und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Straßen auf gering tragfähigem Untergrund eingesetzt. Jüngere Fortschritte haben dazu geführt, dass sie verstärkt eingesetzt werden, um die Nutzungsdauer von befestigten Straßen zu verlängern und die Gesamtkosten zu senken.
Besuchen Sie diese Seite über Geogitter im Straßenbau, um mehr darüber zu erfahren, wie Tensar-Produkte die Leistungsfähigkeit von Straßenbauprojekten verbessern, oder besuchen Sie unseren Leitfaden, der sich mit der Geschichte der Geogitter befasst, um weitere Informationen zu erhalten.
Geokunststoffe bei der Verbesserung des Gleisbetts
Geokunststoffe können zur Lösung einer Vielzahl von Problemen im Gleisbereich eingesetzt werden. Geogitter zur Stabilisierung werden routinemäßig eingesetzt, um die Tragfähigkeit und Steifigkeit des Gleisbetts in Bereichen mit schwachen Böden zu erhöhen. Sie können auch unter der Schotterschicht verlegt werden, um Bewegung und Abrasion der Schotterpartikel zu begrenzen.
Probleme mit unterschiedlichen Steifigkeiten bei Übergängen von guten zu schlechteren Untergründen können mit geogitterstabilisierten Übergangszonen gelöst werden.
Besuchen Sie diese Seite über Gleisbettbau und erfahren Sie mehr darüber, wie Tensar-Produkte die Instandhaltung und den Bau von Gleisanlagen verbessern. Geotextile Trennlagen und Geoverbundstoffe zur Entwässerung werden verwendet, wenn ein hoher Wassergehalt zu Problemen führt, während hochspezialisierte sandgefüllte Geotextilmatten Sandfilter unter dem Gleisbett ersetzen können.
Geokunststoffe in Erdstützkonstruktionen und steilen Böschungen
Mit Bewehrungs-Geogittern und hochfesten Geotextilien können übersteile Böschungen gebaut werden, die im Vergleich zu natürlichen Böschungen eine geringere Aufstandsfläche benötigen. Geogitter werden auch für den Bau von Stützmauern und Brückenwiderlagern verwendet. Diese sind schneller und billiger zu errichten als Stützmauern aus Beton oder Pfählen.
Geokunststoffe beim Bau von Dämmen
Der Bau von Erddämmen über gering tragfähigen Böden stellt eine Herausforderung dar, die durch den Einsatz von Geokunststoffen bewältigt werden kann. Eine Überbeanspruchung des Baugrundes während der Bauarbeiten kann zu einem tiefen Gleitkreisversagen führen. Der Einsatz von Geogittern an der Böschungssohle von Böschungen kann die Stabilität gegen diesen Versagensmechanismus aufrechterhalten. Dreidimensionale Wabensysteme wie TensarTech® Stratum® bieten eine Bewehrung an der Basis, darüber hinaus bewirkt die inhärente Steifigkeit der Zellen eine verbesserte Lastverteilung und beeinflusst das Setzungsprofil.
Erfahren Sie mehr über die Vorteile einer dreidimensionalen Wabenstruktur als Gründungselement in diesem Fachartikel von Tensar.
Geokunststoffe in Entwässerungssystemen
Geokunststoffe haben sich für den Einsatz in Entwässerungssystemen zum Filtern, Trennen und zur Wasserableitung bewährt. Dränageverbundstoffe können mit Kies gefüllte Dränstränge entlang von Straßen oder Abfangdräns an Böschungen ersetzen. Sie dienen auch der Entwässerung und Porenwasserdruckentlastung hinter unterirdischen Bauwerken.
Geokunststoffe im Deponiebau
Neue Deponien können mit mehrschichtigen geosynthetischen Systemen ausgekleidet werden, die Schutzgeotextilien, Dränageverbundstoffe und undurchlässige Barrieren umfassen. Beim Abdecken von Mülldeponien werden Dränageverbundstoffe und Barrieren zur Deponiegasfassung und Entlüftung eingesetzt.
Vorteile von Geokunststoffen in der Geotechnik
Richtig bemessene und angewandte Geokunststoffe können viele Vorteile bieten. Ihr Einsatz hat sich im Laufe der Zeit in zahlreichen Anwendungen, Bodenarten und Klimazonen bewährt. Der verstärkte Fokus auf nachhaltige Geokunststoffe ermöglicht zudem ressourcenschonende und zukunftssichere Bauweisen. Die Vorteile sind vielfältig und reichen von der Ermöglichung des Zugangs über "unwegsames" Gelände bis zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Straßen. Sie reichen von der Verringerung des Verbrauchs von Kies oder Schotter beim Bau allgemein bis zum Schutz von Wasserstraßen und Küstengebieten vor Erosion. Hier sind einige der Vorteile der Verwendung von Geokunststoffen:
Verbesserte Nutzungsdauer: Beibehaltung der hohen Leistungsfähigkeit über eine längere Zeit.
Kosteneinsparungen: Verringerung der Transportmengen an Füll- und Schüttmaterialien sowie Abfällen, Verkürzung der Bauzeit, effizientere Gestaltungsmöglichkeiten.
Vereinfachung der Konstruktion: unkomplizierter und schneller Einbau mit bewährten Methoden.
Dauerhaftigkeit: sehr widerstandsfähig gegen Verwitterung, biologischen Abbau und chemische Verunreinigungen.
Anpassungsfähig: sie können in Bezug auf Struktur, Größe und Zusammensetzung auf die Anforderungen zugeschnitten werden.
Kreativität im Design: neue Lösungen, neue Konstruktionsmethoden und neue Ideen.
Umweltfreundlichkeit: kann alternative Bauverfahren ermöglichen, die Materialmengen, Transporte und Bauzeiten - und die damit verbundenen CO2-Emissionen - reduzieren.
Widerstandsfähigkeit: Schutz der Infrastruktur vor extremen Witterungsverhältnissen, Überschwemmungen und Frost-Tau-Wechseln.
Nachhaltig: Verlängerung der Lebensdauer von Bauwerken, Verringerung des Wartungsaufwands und Senkung der Lebenszykluskosten.
Fallbeispiel Tensar - Effiziente Windparkinfrastruktur auf gering tragfähigem Baugrund (Windpark Hinte-Osterhusen)
Für den Windpark Hinte-Osterhusen musste eine bereits im Bau befindliche Kranstellfläche kurzfristig an die Anforderungen eines schweren Raupenkrans angepasst werden. Aufgrund schwieriger Baugrundverhältnisse mit Oberboden, Klei und Torf entwickelte Tensar eine wirtschaftliche Lösung mit dem TensarTech® Stratum® System und Tensar InterAx® Geogittern. Die Tragfähigkeit der Fläche wurde durch statische Berechnungen prüffähig nachgewiesen. Die Lösung ermöglichte eine schnelle Umsetzung, reduzierte die Kosten im Vergleich zu einer Pfahlgründung und gewährleistete einen sicheren Kranbetrieb.
Erfahren Sie mehr über die Fallstudie zum Windpark Hinte-Osterhusen.
Fallbeispiel Tensar - Tragschichtstabilisierung für Zufahrtswege und Kranstellflächen im Windpark Neuenkirchen
Für den Bau einer neuen Windkraftanlage im Rahmen eines Repowering-Projekts wurden sichere Zufahrtswege und eine Kranplattform benötigt, um einen schweren Raupenkran zu tragen. Die Lösung von Tensar nutzte das InterAx® (NX) Geogitter zur Stabilisierung einer schlanken Schotterstruktur für die Zufahrtsstraßen, wodurch der geforderte Zielwert von EV2 ≥ 120 MPa erreicht wurde, während für die Kranplattform ein mehrlagiges Geogittersystem entwickelt wurde. Dieser innovative Ansatz reduzierte die Kosten um 36 %, die Bauzeit um 39 % und die CO2-Emissionen um 39 %.
Besuchen Sie die Fallstudie Windpark Neuenkirchen, um mehr zu erfahren.
Tensar macht den Unterschied
Ob für komplexe Infrastrukturprojekte oder spezifische Lösungen im Geokunststoffe Straßenbau – Tensar bietet bewährte, hochleistungsfähige Produkte, die von Auftraggebern auf der ganzen Welt geschätzt werden. Ihre Leistungsfähigkeit wurde durch umfangreiche Forschungsarbeiten und Feldversuche nachgewiesen und quantifiziert. Was Tensar wirklich von anderen Anbietern unterscheidet, ist das hohe Maß an Service, Fachwissen und Unterstützung, das mit Tensar+, unserer kostenlosen geotechnischen Software, verfügbar ist.
Die Palette der von Tensar angebotenen geosynthetischen Produkte und Systeme umfasst:
Tensar® InterAx® (NX) Geogitter
Tensar® H-Series™
Tensar® Uniaxial (RE) Geogitter
Geogitter Böschungssysteme und Stützkonstruktionen
Asphaltbewehrung
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